Pulpwood Ladung für Bulkhead Flatcars

Häufig sieht man für Bulkhead Flatcars Ladungsnachbildungen von Stahlprofilen, Betonfertigteilen oder quer verladene Holzstämme. Die Nachbildung von längs geladenen Baumstämmen hingegen wird seltener dargestellt.

Nachdem von Athearn 60′ Bulkhead Flatcars der Montana Rail Link angekündigt wurden, fand ich bei der Vorbildrecherche einige Bilder der entsprechenden Fahrzeuge mit einer Ladung Pulpwood. Wie ich diese im Modell nachbilde, möchte ich hier kurz vorstellen.

Basierend auf diesen Vorbildfotos habe ich mich auf die Suche nach passenden Nachbildungen der Rungen sowie nach passenden Holzstämmen gemacht. Die Rungen fand ich bei der Firma Elbe-Modell als Zubehör für LKW-Umbauten. Bei den Holzstämmen entschloss ich mich für eine Mischung aus Echtholz, Bezug über einen Händler bei eBay , und Stämmen aus Kunststoff aus der KIBRI-Packung 8616.

Nachdem die Kunststoffstämme mit Acrylfarben im Dry-Brush-Verfahren behandelt wurden, kann man sie von den Echtholzstämmen kaum unterscheiden. Die Form der Stämme aus Kunststoff ist meines Erachtens sogar maßstäblicher und realistischer als es Echtholz nachbilden kann. Leider ist der Bausatz von KIBRI nicht mehr erhältlich.

Damit die Holzladungen abnehmbar und der Wagen im leeren sowie beladenen Zustand verkehren kann, wurden die Rungen an eine Kunststoffplatte angeklebt. Da die Rungen ursprünglich für Lastwagen gedacht und damit zu schmal für Eisenbahnflachwagen sind, wurden sie in der Mitte geteilt. Damit kann die Breite an den Güterwagen angepasst werden.

Auf dieses Ladegestell habe ich mittig eine Füllung aus Schaumstoff als Kern aufgeklebt. Damit reduziere ich die Menge an benötigten Holzstämmen erheblich. Man sollte nicht unterschätzen, wie viele Stämme auf so einen Modellwagen passen. Selbst mit Schaumstoffkern habe ich für das Modell etwa 10 Kunststoff- und 40 Echtholzstämme benötigt.

Für den Kern habe ich bewusst Schaumstoff gewählt anstelle von Styropor oder Styrodur, da dieser leicht nachgibt. So lassen sich die unregelmäßig geformten Holzstämme viel leichter zwischen den Rungen und dem Kern stapeln, da dieser sich an die Form der Stämme anpasst.

Die beiden mittleren Rungen sind wie beim Vorbild ungleichmäßig verteilt angebracht. Ebenfalls wie beim Vorbild habe ich lange und kurze Stämme ineinander verschachtelt gestapelt. Der Abstand zwischen dem Kern und den Rungen habe ich so gewählt, dass ich in zwei Reihen die Stämme laden kann. Damit erhält man ein sehr dichtes Gefüge, womit der Kern verdeckt wird.

Natürlich kann man den Kern auch noch in schwarz oder dunkelbraun einfärben. Nach meiner Erfahrung kann man dies jedoch sein lassen, vorausgesetzt man stapelt die Holzstämme gewissenhaft.

Zwischen jede Lage der Stämme habe ich mit einem Borstenpinsel Holzleim punktuell auftragen.

Abschließend wurden an den Rungen noch Spanngurte über die Ladung gespannt. Diese habe ich aus Zierlinienband aus dem Modellflugzeugbau angefertigt.

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